10.11.2017

12 x 12 Kapellen

Das Projekt 12 x 12 Kapellen erkundet den Bautypus Kapelle als Raum zwischen individueller Projektion und Umwelt.

Die Kapelle war ursprünglich der merowingische Name des Aufbewahrungsortes des Mantels des heiligen Martins: "la chapelle de Martin de Tour". Damit ist dieses "Mäntelchen" gleichsam als bergende Hülle über den persönlichen Ort eines mystischen Raumes geworfen worden. Er wurde durch die Jahrhunderte zum Raum der individuellen Spiritualität, die dem allgemeinen Raum der Kirchen gegenüber gesetzt wurde. Ein kleiner vielfältig geworfener Raum, gegensätzlich, irrational, mystisch. Ein Schleusenraum zu einer größeren Wirklichkeit und Bedeutung.

Wenn eine Kathedrale eine Symphonie ist, ist eine Kapelle eine gesummte Melodie.
Wenn eine Kathedrale ein Gedichtezyklus ist ist die Kapelle ein Haiku.

In vielfältiger Form soll „12 x 12 Kapellen“ poetische Positionen zwischen Ratio und Mystik erkunden, um neue und nicht erschlossene Räume zu öffnen. Die subjektive Lebenswelt soll herausgefordert und entgrenzt werden.

>>> Kapelle 01

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