Richtspruch zum Richtfest St. Anna Wiederaufbau 4.Februar 2005
Mit Gunst und Verlaub /// Eingefügt in den Stadtkern / Entstand von meisterlicher Hand, / der Bau, darauf jetzt die Tanne sprießt / und festlich mit den Tüchern grüßt /// Man sieht ins weite Land hinein, / sieht Stadt und Dorf im Sonnenschein, / weit draußen das bestellte Feld, / wie ist so schön die weite Welt. /// Es ruht die Axt, die Säge ruht, / und Ruhe tut nach Arbeit gut. / Jetzt atmest du aus leichter Brust, / sie ist bewegt von Freud und Lust, / nach all der langen Sorg und Müh, / nach schwerer Arbeit spät und früh, / erhebt sich in des Himmels Blau / vollendet nun der stolze Bau. /// Dem Zimmermann das Herze springt, / wenn da, wo ihm ist der Schweiß gerinnt, / die Menschen nun andächtig sind, / wo man sich trifft und Lieder singt, / wo Menschen füreinander sorgen, / die Kinder fühlen sich geborgen, / die hier in ihrem Glück erblühen / zu gutem Menschentum erziehen. /// Gott breite über dieses Haus / drum gütig seine Hände aus, / er schütze es vor schlechten Witzen, / von Gästen die zulange sitzen, / von Festen, die hier nicht hergehören, / die unsern Geiste falsch betören. /// Auch braucht man nicht bescheiden sein / wenn die Gemeinde soll gedeihen. / Die Räume jetzt nun üppig sind, / dass man nun Mitglieder noch find, / die gerne bringen hier sich ein- / nicht nur bei Tanz und Kerzenschein. /// Dass Gott wird seinen Segen geben, / das hoff ich doch hier zu erleben, / dass alle, die sind hier vereint, / gern sind bei der Katholischen Gemeind. /// Dies mag der Himmel ewig geben, / dann trägt sich alles leicht im Leben / und es verzagt des Menschen Herz, / auch nicht bei herbem Leid und Schmerz. /// In Ehren sei an die gedacht, / die dieses Werk zu Weg gebracht: / Die Katholische Gemeind die den Aufwand nicht gescheut / sich übte in mancher Diskussion / vom Aufzug bis zur Standort Position /// Den Planer, der durch unzählige Treffen / erst den Bedarf musste ermessen. / Dann mit klarem Sachverstand / den Plan entwarf mit sichrer Hand /// Dem Statiker Duo, welches wurde gefragt um Rat, / die machten sich Sorgen von früh bis spat, / dann hatten sie die Lösung: / vermieden den Stein / und warfen halt Stahl und Beton hinein. /// Dem Maurer, der musste das bauen, / was sie sich ausdachten, die Schlauen, / tat alles ganz gründlich und fein, / und hielt beinah auch noch den Terminplan ein. /// Dem Stande dem ich selbst angehöre, / dem gehört auch noch ein bisschen Ehre, / sorgt dieser doch Tag ein Tag aus, / dass es nicht reinregnet ins Haus / Ich nehm mein Glas und lasse leben, / was mithalf hier im emsgem Streben, / die Bauherrschaft den Handwerksstand, / Ein hoch dem schönen Heimatland !
Friedrich Dippon
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