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>>> Projektbeschreibung:
Auf einem 92 Ar großem Grundstück enstehenen zwei Wohnhäuser mit Landschaftsgarten, Pavillons und Schwimmbecken. Auf der exponierten Topografie in leichter Hanglage werden mittels bewohnter und unbewohnter Gebäude, sowie Gärten verschiedener Größe klassische und unbekannte geometrische Topologien erkundet. Die ruhige Suche nach der „quinta essentia “ einer eleganten klassischen Form führt vom Tetraeder bis hin zur artifiziellen Landschaft. Eine klassische Form, die Ihre revolutionären Wurzeln nicht verleugnet und eine poetische Wissenschaft formuliert.
>>> Bauprogramm:
92 Ar Grundstücksfläche, 2 Wohnhäuser, 7 Follies, Schwimmbecken, Gartenanlagen
Das Projekt wird in verschiedenen Bauabschnitten durchgeführt:
A Wohnhaus I: Punkthaus Hexaeder mit künstlicher Landschaft, fasst das weitläufige Gelände und bildet den Ausgangspunkt für die Anlage.
B Wohnhaus II: Wie ein Surfbrett auf dem Wasser liegen die Räume auf der Topographie und lassen den Garten in leichter Hanglage an sich vorbeiströmen.
C Gärten: Die heimische geschützte Flora wird vom Bosco, dem freien „wilden“ Naturraum, zum Boskett, dem artifiziellen Garten, hinübergeführt. In den Gärten finden neben den beiden Wohnhäusern verschiedene skulpturale Follies in landschaftlichen Bezug Platz, die einen philosophischen Garten abstecken.
>>> Baumaterialien:
COR-TEN-Stahl, Weiss glasierte Ziegel/ weisse Putzflächen, Ipe Holzdeck, Tatamimatten, hochpigmentierte Farben, Maulbronner Sandstein gebrochen/scharriert/geschliffen, Sichtbeton Weiss
Nähere Informationen zu den Aussenanlagen:
Aus der heimischen Vegetation des Biotops wird mittels örtlicher Pflanzen der Übergang vom Bosco zum Boskett gestaltet:
Weiden und Knüppelweiden (Salix alba), Buchen und Hainbuchen im freien Wuchs und geometrisch beschnitten (Fagus silvatica) (Carpinus betulus), Kleine Gruppen von Birken (Betula utilis Doorenbos), Schwertlilienfelder (Iridoideae) und Rohrkolben (Typha latifolia) in Gewässern, Eiben (Taxus baccata)
Gewässer im natürlichen Verlauf werden angelegt und versorgen bzw. geben den Raum für verschiedene Weiher, Becken und ein Schwimmbecken. Sie werden im natürlichen Tiefpunkt des Geländes, am Beginn der künstlichen Landschaft, in einer Rigole gefasst und ihrer Nutzung auf dem Gelände zugeführt.
Zum Zeitpunkt Sonnenaufgang Sommersonnenwende scheint die Sonne durch eine freigelegte Achse in einer Länge von ca. 250 m das Gelände.
>>> Ort: Enzkreis
>>> Zeitraum: 2006-2009
>>> Team:
Architekturbüro Stocker: Michaela Ruff, Michael Keppler, Mirjam Marbach, Bettina Kreher, Noriko Sander, Andrea Simmerlein, Matthias Heil, Marcus Kurz, Helena Steinbrenner
Tragwerkplaner: Dr. Hottmann, Schwäbisch Gmünd
Technikplaner: mürle partner, Pforzheim
Vermesser: Geoteam, Herr Kleile Büchenbronn
Gartenplanung: Thomas Heumann Gartenanlagen, Weinstadt
Bauphysik: Behrwein BBI Bauphysik
Geologe: Weber Ingenieure GmbH