






„ Mit dummen Fragen fängt jede Revolution an." Joseph Beuys
Viele finden Antworten ich habe Fragen. Von trivial bis sehnsüchtig, seit 2004 jeden Monat neu, nichtakademisch, grenzwissenschaftlich, irritiert und neugierig. Vielleicht haben sie eine Antwort und es fehlt ihnen die Frage? Ich freue mich auf einen Austausch. Treten sie ein in den Diskurs.
Frage des Monats >>> Architekturtheorie:
Archiv 2010
Hier zur aktuellen Frage

Dezember 2010
"Ding - Abbild"
Kann die Lochkamera das Schweißtuch der Veronika für Architektur sein?
Diese Frage ist Alhazen & Roger Bacon gewidmet
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***
Yes ... and probably we do not know enough about the veil.
David Marold
29.12.2010
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Yes.
Josef Bischofs
29.12.2010
***
Precise answer, but how?
Florian Stocker
29.12.2010
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Lieber Herr Stocker,
ich hatte die Fragen schon vermisst, nun tauchen Sie doch wieder auf, wie wunderbar. Ich hoffe Ihnen geht es so weit so gut, doch nun zur Frage. Selbstverständlich ist dies möglich, solange es nicht mehr oder weniger ein Abbild der Architektur sein soll.Doch an Heilung der Architektur nur durch die Betrachtung der Lochkamera glaube ich beim besten willen nicht. Dies ist der zweite Teil der Ebene, und dann sind wir bei der Bedeutung und der Legende des Tuchs der Veronika. leider ist Architektur durch die Abbildung besser geworden, das Bild ja aber das Gebaute bleibt wie es ist. Betrachten wir die Bilder der Lochkamera verheißt sie uns Schönes, betrachten wir das Gebaute des Abbildes erfahren wir vielleicht Heilung, weil das Bild etwas zeigte was aber anders ist.
In diesem Sinne ein gutes neues Jahr und vielen Antworten auf spannende Fragen
Ihr Robert Thomsen
30.12.2010
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Many more questions arise from this question than there are answers.
Why a pinhole camera? (is it more raw, direct, unfiltered?) and not an ordinary (lensed) one? Is the ability to be able to “focus” on an object only a way to “obscure” it? ...And is not a pinhole-camera a kind of a “camera obscura” itself?... ( "vaulted chamber/room" + "obscura" means "dark"= "darkened chamber/room"). A darkened chamber-- a sancta sanctorum-- The innermost shrine of a tabernacle and temple; the holy of holies. Why the “Veil of (St.) Veronica” and not an just an architectural photo by Julius Shulman for instance? Again, more direct? “The Veil” is a “contact print” of the image of the Christ, literally, during The Passion-- (the holy of the holies of all events). Is not the “Veil of Veronica” a facsimile-- a simulacrum of a real, existent, fact? Is the metaphoric reference to the “Veil” imply sacredness of architecture? Does an image (architecture) heal? Reveal? Testify? Is an image
a window to truth? Can an image be reveal God? And is not all this sacrilegious? Against the the Second Commandment? -- “Thou shalt not make graven images (of God?).” Why would God have forbidden it... (if it did not wield great power)?
“Can the pinhole camera be the "Veil of Veronica" for Architecture?"
It is a mystery and, perhaps, a miracle.
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jacopo_Pontormo_017.jpg
John DeFazio
30.12.2010
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@John I did put the question.... :-))))
But all your questions are hot, and weave a fine net over the topic of authenticity. About the question, whether you litarally take something away from the object, by perceiving it via photons on you...r retina. And I begin to think about the technique of "frottage". But what is the charme of authenticity? Should authenticity be criticized? (Could be next question) To put the "Veil of Veronica" into the question might be the wish to find a way to the source.
I remember the enchanted moment of my childhood, when I was hiding in a wardrobe and through the keyhole the "world outside" was projected upside down onto the inner back side of this "box". And precise this reflection of the world carries a bit theology and Plato's allegory of the cave.
http://oharadesigngroup.files.wordpress.com/2010/06/28d_chuey_residence_julius_shulman.jpg***
Florian Stocker
31.12.2010
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Florians (in some way) complicate question could be a pretext to talk about light in architecture, i.e. LICHT UND ERLEUCHTUNG in der Architektur :-) Damit auch das mystische zum Zug kommt.
Aldo Nolli
31.12.2010
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About Light and Enlightment in Architecture.
It is interesting that the first concept in history for a pinhole camera was the concept of CAMERA OBSCURA.
"Camera" is Room, a particular space. "Obscura" means dark.
A Dark Room. So let's talk abo...ut Light in Architecture. :-).
Aldo Nolli
31.12.2010
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@Aldo, very enlightening! Thank you. Where there is light, there is shadow too. I am thinking about a clip about Schlingesief, in which he conducts a choreography of light and darkness with the words:
"the overexpansion of the phase of da...rkness... I want to drag the things from light into darkness"
http://www.youtube.com/watch?v=rAeP2l8A19w
Florian Stocker
31.12.2010
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Josef Bischofs
Ausgangspunkt für meine Antwort ist die Betrachtung des Phänomens im Sinne Kants.
Eine Abstraktion des unkennbaren, unwissbaren Dinges an sich, das nicht unmittelbar im Bewusstsein des Beobachters erscheint sondern nur indirekt bewusst werde...n kann.
Im indirektem bewusst werden eines architektonischen Raumes, geschieht dies durch synchrones wahrnehmen von verschiedenen Erscheinungen die in einem ‚SinnBild ‚ des architektonischen Raumes verschmolzen werden.
Bei der ‚Camera obscura’ werden zwei phänomenologische Wahrnehmungen des architektonischen Raumes ‚diffus’ ineinander verschmolzen. Die Phänomene Licht und Zeit. Da, die Erfahrung eines architektonischen Raumes auch unweigerlich eine ‚’Wahrnehmung der Zeit’ ist, die synchron (mit unter anderem) des Lichtes verläuft, ist die Abbildung dessen anhand von der ‚Camera obscura’ ein SinnBild dieser Verschmelzung reduziert auf die zweite Dimension. Obwohl man dem Raum den Moment der Wahrnehmung entnimmt kommt man seiner Erscheinung näher.
Beim Schweisstuch der Veronika verschmelzen Phänomene auf einer gleichen art und weise bis zur Unkenntlichkeit und werden dennoch als Abbildung indirekt als SinnBild bewusst.
(Sorry still working on the english translation)
12.1.20111
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Florian Stocket @Josef Bischofs
Wunderbar Josef, vielen Dank. Wiedereinmal tauchen bei Dir die Dinge wie aus der Dunkelheit ans Licht. Ich denke dass ein Schatten die Reduktion von der 3. in die 2. Dimension sehr anschaulich macht. ( "Flatland" by Abbott)
Diesen "verschmelzenden" Effekt erkenne ich jetzt auch bei Dir. Sehr interessant.
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Britta Franke
For both is coming out of the dark into the light the theme....
13.1.2011
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@Marietta Helen Andreas:
Marietta hat über eine Seitentüre die Diskussion betreten, in dem Sie eine Veranstaltung über Authentizität gepostet hat:
http://at.ekut.kit.edu/192.php
13.1.2011
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Florian Stocket @Marietta Helen Andreas
Schwieriges Thema…der Wert des "authentischen" sollte selbst kritisiert und hinterfragt werden, was ist das überhaupt, und wer, bitte schön, ist nicht authentisch...?
Ist unsere Wahrnehmung authentisch? Das wäre fast eine neue Frage.
13.1.2011
***
4.2.2011
Silvia Fohrer der Stein ist da wo er liegt, rollst du ihn weg, liegt da kein Stein mehr. The stone is on place, then, when you drive the stone, it is no stone on place, you see no stone on place it is no stone on place..reality, when you feel good, you are like a rolling stone, its feeling of soul, you see this not, but you feel
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September 2010
"Altweibersommer"
Wie wird Schweres leicht?
Wie wird Leichtes schwer?
Diese Frage ist Matsuo Basho gewidmet
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9.10.2010
Der Versuch einer Antwort:
Durch Umschreibung von einem System in ein anderes.
Der Idee treu zu bleiben, dabei trotzdem neues zu erschaffen
und: weder das eine noch das andere zu verraten!
http://www.youtube.com/watch?v=Jb9DKzmBTtY
Mit Grüßen aus Plochingen
Christian Huss
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30. September
Margo van Berkum
Robert and Shana ParkeHarrison already created an admirable answer to the question of the month September before you formulated it, Florian.
(For more: http://www.parkeharrison.com/)

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25. September
Lieber Herr Stocker,
eine poetische Frage! Als erstes durch Licht, selbst Stein kann bei heißer Sonne und intensivem Licht so stark flimmern, das er sich aufzulösen scheint und das dunkle macht das leichte Glas zum groben Klotz. Es spielt das Material im Umfeld eine große Rolle, aber eigentlich fällt mir dazu nur das Bild eines Walsder aus dem Wasser auftaucht, kurz durch die Luft fliegt und wieder abtaucht ein. 30 Tonnen fliegen und sind leicht und wirken schwer. Es ist unsere Vorstellung von der Welt die uns etwas leicht erscheinen läßt oder ob es sich schwer anfühlt.
Gruß Robert Thomsen
***
Michaela Maier
http://www.youtube.com/watch?v=Oi3TLDS7hm8
20.September
*
Aldo Nolli
Schöne Chill Out Musik
20.September
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Wuwi H. Erhardt-Stierli
Mein Auge schliesse ich
mit einem tiefen Atemzug
nun verlässt mich die Schwere
und spüre die Leichtigkeit des Seins.
...I close my eyes now
with a deep breath
this leaves me the seriousness
I feel the lightness of being.Mehr anzeigen
18. September
*
Florian Stocker
@wuwi Gedicht "Leichtigkeit" von Klärchen Seesko
Thank you very much!
*
Wuwi H. Erhardt-Stierli
Ja Florian, es ist von Klärchen S. , man darf aber schon zitieren hier ? oder gilt nur Selbstgedichtetes ?
20. September
*
Florian Stocker Ÿ@Wuwi Hier darf zitiert werden bis die Tastatur glüht!!!
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Esen Kaya
I say, ask the clouds, for they know the heaviness of rainfall yet ephemerally they glide through our skies, like whispers across a breeze....
17. September
*
Florian Stocker
@Esen, again a wonderful poetic answer, which evokes a slow but portly pace thx!
*
Aldo Nolli Ÿ:-)
*
Esen Kaya
Thank you Florian! Many answers come to mind yet this answer came first to me.
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Paul Cha
two references @ one instance.....
17. September
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Esther Fleischel
Manchmal vermag uns ein durch den Asphalt brechender Löwenzahn die tägliche Frage nach dem Sinn des Lebens eindrücklicher und überzeugender zu beantworten, als eine ganze Bibliothek philosophischer Schriften.
Thornton Wilder
16. September
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Marietta Helen Andreas So isses! (Würde Sylviane sagen)
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John DeFazio
H o w d o e s h e a v y b e c o m e l i g h t ? H o w d o e s l i g h t b e c o m e h e a v y ?-- Form in relation to Time/Space.
15. September
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Josef Bischofs
Eine 'schwere' Frage, diese fällt mir nicht 'leicht' zu beantworten...
15. September
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Claudia Goenetxe
Firstable it is not a stupid question :-) I will write in english because I am a lazy..philosophy and technique, but according to Hegel art captures the idea in the form of the intuition..."the real is the rational and the rational is the r...eal (sic)" Hegel, but what is rational? Hegel backed away from Kant's position, and held that the climactic stages of human history were purely rational, and did not involve intuition, emotion or image as the arts do. My personal point of view..is imposible not involve intuiton and emotion in any artistic expresion; Contextualism, was centered on the belief that all knowledge is “context-sensitive”. I speak about "contextualism" because your question is for me almost imposible not involucrate postmodernis and all the new material discovered in the last years...irony and paradox, and contextualism. A little complicated but all forgot the most important, the person who see and finally takes the decision so my answer IS THE PERSON.Mehr anzeigen
15. September
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Beat Mathys
gravity is a present from outer space
15. September
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Peter Klick
It’s heavy when it falls hard on the floor. Gravitation and feelings are doing this.
15. September
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Masumi Mizoguchi
"the answer, my friend, is blowin' in the wind." Bob Dylan
*
Florian Stocker Is the wind light or heavy?
*
Britta Franke close your eyes and feel it.....;-)
*
Masumi Mizoguchi Basho may answer : " Ask the wind."
*
Marietta Helen Andreas Very diplomatic in drawing back, Masumi!!!!
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Britta Franke
In der englischen Frage ist die Antwort verborgen:
Da alles Licht-Light ist und Illusion.
The clear nature of mind makes no differences.
15. September
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August 2010
"Eine ernste Frage"
Wie komisch muß erhabene Architektur sein?
Diese Frage ist Karl Valentin gewidmet
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***
29.8.2010
grad´ noch eine Antwort im August: die Frage ist wohl auch ob tragi-komisch oder komisch-verspielt, wobei Beides sowohl erhaben wirken kann, aber dabei nicht erhaben sein muss bzw. auch umgekehrt, erhaben sein kann, aber gleichzeitig nicht erhaben sein muss ...durchaus weiterzuspinnen
Antonia Leitl
***
18.9.2010
Da diese Frage Karl Valentin gewidmet ist, trägt sie die Antwort in sich!
Was denken Sie wie würde ein Pocher, ein Barth, ein Atze Schröder und all
die ähnlich gleichgeschalteten Geisteseinheiten sich über erhabenes komsich
machen? - im Vergleich zu Valentin Ludwig Fey!
Sie würden sich komisch machen; und vermeintlich e...rhabenes wäre Staffage
ihrer Selbstdarstellung. Trotzdem: zuviele würden darüber lachen.
Karl Valentin jedoch würde es (auch die Architektur) in sein Panoptikum,
in seinen Grusel und Lachkeller stellen, daran Pleite gehen, aber all jenen
großen zuzwinkern: Tucholsky, Kerr, Roth, Brecht, Becket, Dick!
---"Mögen hätt ich schon wollen....."----
Mit Grüßen
J@tS
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Thread on Archinect:
Steven Ward
08/06/10 4:53
i'm missing something. 'sublime' doesn't suggest anything comic to me at all. not that comedy can't be present, but nothing about sublimity suggests that comedy is necessary.
jk3hl
08/06/10 6:11
troll
flop8
08/06/10 8:07
@steven
May be this quote by a famous bavarian comedian helps:
"Every thing has three sides, a positive, a negative and a comical."
What will say, that the moment of the sublime let's us shiver, the comical moment reveals sometimes a truth of a higher level? Sodoes this happen in architecture?
What do you think?
jmanganelli
08/06/10 8:17
rococo in relation to baroque?
flop8
08/06/10 8:27
reason going helical?
interesting line of thought!
Steven Ward
08/06/10 8:45
i'm not sure that comedian's quote rings true for me, famous or not. sure, someone might find something comical in everything - especially if that someone happens to be a comedian - but that doesn't mean the comedy is inherent to the thing.
flop8
08/06/10 8:58
@ steven
who would you define the sense of humor with in the work of SANAA?
toasteroven
08/06/10 11:42
I think if you regularly say things like "sublime" it's comical.
DisplacedArchitect
08/06/10 12:22
going back to the picture of said article, Mies actually had a good sense of humor and was a very nice guy, in fact that is what today's starchitect admirers cannot understand how such a great architect was really not a snob but just a regular guy when it came to getting along with others.
ps. i didnt meet him first hand but i know some people that did.
s p a c e f r a u d
08/08/10 21:05
mocking photo
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3.8.2010
Lieber Florian,
erhabene Architektur ähnelt irgendwie dem Bierernst des Stammtisches. So
muss ihre Komik nicht gewollt sein. Sie transpiriert von selbst wie die
Schweißperlen an den Stirnen und Achselhöhlen der Trinkgemeinschaft.
Herzliche Grüße,
Sokratis Georgiadis
***
3.8.2010
m i k r o p o l i s - Ulrike Mansfeld
du stellst aber auch immer fragen.... auf die hab ich einfach keine antworten,
zurück: wie erhaben muss komische architektur sein?
liebe grüße
uli
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4.8.2010
@Uli
Liebe Uli, touché. Ich sollte auch mal antworten. Auch eine Hebamme (Mäeutiker?) soll mitreden.
Deine Frage: Wie erhaben muss komische Architektur sein?
Über das Erhabene, auch in der Architektur, kann nachgelesen werden.
Komische Architektur als solche, da fällt mir "Mon Oncle" von Tati, der Auftritt des Architekten bei Monty Python oder die Architektur der Schaubuden in Vergnügungsparks ein.
http://www.youtube.com/watch?v=gkvtE1AS6Qo
http://www.youtube.com/watch?v=oo18D-qHAYE
Nimmt man jedoch das Zitat von Karl Valentin "Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische" ergibt sich eine Verbindung zwischen dem Erhabenen und dem Komischen.
Beides lässt uns erstaunen/erzittern, da wir eine ungeahnte Metaebene kurz erblicken, die reinigende Wirkung hat und uns die Differenz zum Ganzen zeigt?
Das würde dafür sprechen, dass komische Architektur mit dem Moment des Erhabenen auf eine tragisch/komische Art verbunden ist.
Hier könnte Deine Frage erweitert werden um die Frage nach der Art, wie dann/denn das Erhabene auf die Bühne tritt.
Zurück zu meiner Frage. Ich rätsele, wie man aus Schwerem Leichtes macht, wie die leichte Eleganz entsteht. Wie baut man Leichtes auf Schweres und Schweres auf Leichtes. Der komische (heitere?) Moment, wie ist er mit dem erhabenen Moment verbunden. Wie Sokratis so schön formulierte droht diese "Bierernsthaftigkeit" von der wir in unseren Präsentationen bedroht sind, das Moment des Erstaunens (des Lachens?) zu ersticken. Was meinst Du?
Herzlicher Gruß
Florian
***
3.8.2010
Britta Franke
Antwort auf die Monatsfrage August ist eine über Komik erhabene Krähe in Heiligendamm 2010.

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5.8.2010
Lieber Herr Stocker,
dazu eine Anekdote: Während meines Studiums an der Städelschule bei Peter Cook sah ich Peter Cook eines abends, wir hatten ein Korrekturgespräch um 22.00 Uhr über einem Wettbewerb sitzen, den Anbau an das Städelmuseum (gewonnen und gebaut von Peichl). Er stellte fest, das er die Toiletten im Raumprogramm vergessen hatte und nun nach einer Lösung suchte,die er auch fand und folgendermaßen aussah: Ein Museumsbesucher sitz auf der Toilette unter der Treppe und schaut nach oben, er grinst, ich weiß nicht was er sah. So die Skizze zur Lösung,pragmatisch zur Frage des letzten Monats, erhaben, weil jeder täglich den Thron besteigt, komisch:allemal, vielleicht mal einen Comic zeichnen.
Fröhlich,amüsierte Grüße
Robert Thomsen
***
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Juli 2010
"Funktionalismus 2.0"
Negiert Pragmatismus Sehnsucht?
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***
19.7.2010
Spiel mit Bande (Anm.d.Red.):
Wolfgang Bachmann schrieb in einem facebook-Dialog Folgendes als eigene Reaktion zu seinem Text
"Sehnsucht (drei): Wolfgang Bachmann Die BauNetz-Kolumne vor der Biennale Architektur und Sehnsucht. Warum nicht? Oder: Besser nicht?":
>>> Spielbein, Standbein. Ich brauche das Unvernünftige, damit das Vernünftige halbwegs gelingt. Das beruhigt mich dann auch. (Siehe auch: "Wirtschaftsleere", in ach Nr. 40)
***
18.7.2010
Lieber Herr Stocker,
auf diese Frage antworte ich gerne und bin dabei doch zwiespältig, denn ich habe den Zweifel ob die Frage für die Architektur angebracht ist. Im Kontext der Literatur, der Kunst oder Philosophie wäre es eine spannende Frage. Welche Sehnsucht kann hier negiert werden durch Pragmatismus? Doch nicht die nach Architektur, nach poetischen Räumen, Räume die etwas zu erzählen haben?!Wenn wir das wollten bräuchten wir eine andere Gesellschaft, eine Gesellschaft, die fähig ist zu Träumen. Wir könnten mehr bauen, mit mehr Phantasie in der Architektur, aber warum denn? Es gibt dafür keinen Grund ausserd den des Wollens, aber wer will schon? Pragmatismus kann die Sehnsucht nicht negieren, weil es keine Sehnsucht gibt und das was als Sehnsucht angegeben wird kein Verlangen ist. Wir verzehren uns nicht nach Architektur, nach etwas anderem als das was wir kennen. Architekten lassen sich nicht verführen und sie sind so schlechte Liebhaber, denn wenn es anders wäre hätten wir Sehnsucht und der Pragmatismus würde etwas negieren können. Wir müsssten Sehnsucht entwickeln um die Negierung durch Pragmatismus zu erfahren.
Gruß Robert Thomsen
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10.7.2010
Longing is a member of the jury, as pragmatism is, too. Both need to be well ballanced, not ignored. To my opinion, that counts for the personal level, for teams and may be also for zeitgeist in general.
David Marold
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8.7.2010
Pragmatism gives you the reason to go further.
Will Alsop
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7.7.2010
Dear Florian,
pragmatism does not negate longing, meaning: one that is pragmatic still longs for something.
the difference between a pragmatist and a non-pragmatist is that a pragmatist thinks about goals and a non-pragmatist thinks about ideals.
both goals and ideals imply longing - you long for a goal, and you long for an ideal. the pragmatist, when longing for a goal, he/ she establishes steps to get to his goal.
an idealist, that is a non-pragmatic, does not establish steps and longs - the eternal longing.
now for instance, an example of a idealist that was able to become pragmatic, or, that surrounded himself by others who did the pragmatics: Hiltler.
or an "normal" idealist pragmatic: someone with an obsessive-compulsive-disorder (OCD): for instance, constantly going back to check if the door is locked: he/ she really wants it locked but he really wants it for sure locked so he insists on the pragmatics of coming back and closes it again. if he/ she would be a pragmatic (non-idealist) he would be focused on the goal and once it was locked once, it really was locked! as an idealist trying to be pragmatic (trying really hard to fit in and stop being doomed to the eternal longing) he may develop OCD....
an idealist does not establish a relation primarily with a goal (though he may have goals) he establishes a relation with picture that represents an ideal state of things, like a movie scenario, and that is what he wants to become real - no wonder any dictator has a fixation with big movie scenarios, or staging events "like in a film". or that any idealist constantly speaks about a scenario of "how things should be"
a pragmatic establishes a relation primarily with a goal and therefore he defines stages. to achieve the result. the original philosophical movement Pragmatism stated a very simple idea: if you're an idealist and sometimes that can paralyze you, because you are hit by the distance that exists between you and the scenario you wish it would be true, convert/ translate you ideals into goals and start giving one step after the other"
as an architect you both have to find the right balance between being idealistic and pragmatic.
- when the "image" is too strong you should worry more about focusing on the steps you need to give to achieve it because there's the risk you do something that doesn't work, in practice (contemporary architecture with the super elaborate drawings bets on this side of architecture which I think is poor architecture/ architecture for the eye)
- when you have all the stages in you head because you think about the goal, it doesn't mean that you're an engineer!, you are an architect that is aware of that the space is going to be inhabited by people and that for sure you have shape/ material/ budget restrictions that you have to consider - but most importantly, that the space is going to be inhabited by people and not by aliens or by people who will see it from space, in a perspective that no human being will ever have (and now I'm thinking about the problem of scale that has been perverted in contemporary architecture)
Diana Soeiro
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Juni 2010
Hat ein Haus einen inneren Horizont?
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Diese Frage ist Frank Lloyd Wright gewidmet.
***
Dear Florian,
Your questions are always inspiring but for some reason, I really liked this one.
Yes, a house always has an inner horizon. But how does that horizon appear?
1) An interesting distinction to think this is perhaps: what is the difference between a nice house (where one feels good) and the house where one lives?
Is "my house" more likely to have an inner horizon than "a nice house"?
2) What can be the importance of the surrounding environment to define the inner horizon of a house?
Not only the surroundings you see from a window when you're inside the house but also the path you take, from somewhere to the house.
3) Home is where the heart is. How is this sentence important to define a house's inner horizon?
Can it help us unveil what correspondence does our inner horizon and a house's inner horizon have?
Hum, I was trying to give an answer and I ended up with more questions and three possible directions to explore it!
I guess that only confirms that your initial question is a very inspiring one. It is a question that unveils a mystery....
Diana Soeiro
***
16.6.2010
Lieber Herr Stocker,
ein Haus hat einen inneren Horizont, den des Bewohners. Der Architekt wünscht sich für seinen Entwurf das Verstehen seines Horizontes durch den Bauherren, doch der enttäuscht den Arciteketen immer wieder, weil er einen anderen Horizont hat. Für den Architekten ist das Bitter, denn der Igel sagt ich bin schon da. Für den Bewohner und Bauherren ist es wunderbar, denn vielleicht hat ihm der Architekt dazu verholfen, seinen inneren begrenzten Horizont in Beziehung zu seinem äußerem Horizont zu begreifen und er ist glücklich mit der niemals gewollten Verbindung zwischen Innen - und Außenraum , weil er so gerne klare Punkte setzt und in Übergängen die Schönheit der Poesie entdeckt.
Doch das erfährt der Architekt sehr selten
Gruß Robert Thomsen
***
Lieber Florian Stocker,
nach der Kerr-Metrik ist der innere Horizont Teil des Ereignishorizontes und somit wäre das Haus selber der innere Horizont seiner Selbst, denn das Haus als Ereignisraum zu bezeichnen, erklärt sich von allein. Andererseits könnte man auch die Bewohner Desselbigen als den inneren Horizont des Hauses definieren, da hierdurch beeinflusst, belebt und sowohl im Zweck definiert als auch durch Wünsche, Ideen und Visionen - im Bestfalle - entwickelt bzw. Selbige in Realität umgesetzt.
Beste Grüsse aus München, Nia Leitl
***
14.6.2010
Sehr geehrter Herr Stocker,
wenn mit dieser Frage der funktionale Bereich zwischen Fußboden und
Betrachtungshorizont der jeweiligen Bewohner gemeint ist, so hat ein Haus
einen "inneren Horizont". Für Kinder beispielsweise einen anderen als für
Erwachsene (es kommt nicht von ungefähr, dass in Bibliotheken "schlechte"
Bücher immer sehr weit oben stehen). In diesem Bereich des Betrachtes
spielen sich die hauptsächlichen Interaktionen in einem Gebäude ab.
Ironisch betrachtet könnte der "innere Horizont" auch die Sichtweise oder
die Weltanschauung der jeweiligen Bewohner eines Gebäudes sein.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Molt
***
13.6.2010
Klar, das hieß früher Schnurschlag, als ich auf dem Bau gearbeitet habe.
Wolfgang Bachmann
***
13.6.2010
Lieber Herr Stocker
Begreift man den Horizont als abstrakte Linie, so besitzt jeder physische Raum einen Horizont.
Unter dieser Betrachtungsweise eben auch „das Haus“ !
Mit kollegialem Gruss aus Zürich
Be.G.Pfister
***
11.6.2010
Lieber Florian,
Horizont (gr: horizon): eine Herleitung aus „horizo“, laut Franz Passow
„begrenzen, umgrenzen, beschränken, sondern, trennen, von etwas“. Horizont
bedeutet somit Grenze auch zwischen Innen und Außen. Welchen Sinn hätte
dann eine innere Grenze, wenn das Innere bereits umgrenzt ist? Eine Grenze
der Grenze? Genug der Grenzen! Denkt man den Horizont hingegen als die
Linie, die in scheinbar ungreifbarer Ferne sich ausdehnt, so steht er für
einen glatten Raum, einen Raum ohne Grenzen und ohne Trennungen, einen Raum
der mitunter den Anlass zur Theoria (gr. aus theoreo = zuschauen, anschauen,
betrachten) bietet. In diesem Sinn: ja, das Haus, verdient es diesen Namen,
hat einen Horizont, doch weder einen inneren noch einen äußeren.
Herzlich,
Sokratis Georgiadis
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Mai 2010
„schwere Wasser“
Reduziert sich Baukunst am Ende auf die Bildung des Gefühls?
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Diese Frage ist K. F. Schinkel gewidmet.
***
28.5.2010
Architecture is emotion.
We make the spaces that heighten our awareness of the world that we live in.
Sensations are our memories.
best wishes
Will Alsop
***
28.5.2010
the experience of architecture is just like a lot of other experiences we're going through..
there is no end..what you hope as a creator is a positive impact, but tomorrow is a new
day..
Sigmund de Jong
***
28.5.2010
Baukunst manifestiert sich als Bild von Gefühlen. Trifft also ein "Baukünstler", egal ob er als Hobbyist drauf los mauert, oder als Architekt etwas nach Regeln, Wissen und Vorgaben entwirft, den Zahn der Zeit oder auch nur das Wohlwollen derer, für die er arbeitet, dann wird er erfolgreich genann...t und Baukunst reduziert sich dann auf Gefallen, indem das Bildnis den Gefühlen möglichst nahe kommt............
oder so....
Hubertus Olbrich
***
18.5.2010
Meine Antwort :
Wieso ist von "reduzieren" die Rede ???
Wäre es nicht wunderbar, wenn die Baukunst es schaffen würde, ihren Teil zur Bildung des Gefühls beizutragen ? Wenn sie statt "unwirtlicher" Städte und seelenloser Hochhäuser Behausungen errichten würde, in denen Menschen sich wohlfühlen und entfalten können ?
Ingrid Scherff
***
18.5.2010
Gefühle spannendes Thema! Architektur im Spannungsfeld zwischen Baukultur, Ökologischer Nachhaltigkeit und psycho-sozialer Nachhaltigkeit? Hier mein Beitrag für den Wonnemonat Mai……
Viele Grüße Wolfgang Tonne
(Anm.d.R.: Hier der Link zu dem längeren Beitrag von Wolfgang Tonne "Elternhäuser als Tool gestalten")
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15.5.2010
Lieber Florian,
Architektur kann (auch nicht nur!) Ausdruck sein und löst Affekte aus.
Bildung hingegen suggeriert eine pädagogische Funktion, die eine ganz andere
Ordnung von Dingen anspricht, welche zunächst - ist man dem Gespenst des
Idealismus nicht gerade verfallen - die Architektur als Emotionsmaschine
unberührt lässt.
Schönes Wochenende,
Sokratis Georgiadis
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15.5.2010
JA. gefühl=kompetenz
Peter Petz (pp)
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15.5.2010
Lieber Herr Stocker,
Ihre Frage des Monats Mai hat mich leider nicht erreicht, also nun denn auf diesem Wege einige Gedanken zu Ihrer Frage. Ich würde nicht sagen das ein Gefühl gebildet werden kann, aber schon erzeugt, ausgelöst. Wenn ich mich von diesem Standpunkt aus der Frage nähere kann ich nur mit ja Antworten.Nehmen wir den nicht gebildeten, den einfachen Menschen, der schaut immer auf das Gefühll, die Stimmung. Er lehnt ein räumliches Gebilde ab oder er nimmt es an, immer mit dem Ausdruck eines Gefühls. Ich habe das Jüdische Museum in Berlin noch besucht ohne Ausstellung, nur mit leerem Raum. Ich habe die Voids gefühlt, diese Leere, den Raum der da ist, aber nicht betretbar, es wäre so das elegantere Mahnmal gewesen, leer, nur Menschen und es geht immer um das Gefühl.
Herzliche Grüße
Robert Thomsen
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10.5.2010
I don't think that,or better,I think the emotion is point of departure,but many others factors contribute at his developpement:social,economics,landscape,construction materials.architecture isn't abstract,but concrete,so all this things are essentials in every time and every place to develope architecturals styles.
Floriana Poggio
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April 2010
Strich
„Eine minimale Frage“:
Was trägt die gezeichnete Linie?
Antwort senden*English
aktuell>projekte>cv>skizzen>profil>theorie>jazz>kontakt
Diese Frage ist Giorgio Morandi gewidmet.
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25.9.2010
Sehnsucht
Cordula Rau
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10.5.2010
"Sie trägt in sich eine intime Ahnung dessen, was für einen Moment zu sehen war."
Viele Grüße und beste Wünsche,
Wolfgang Kraus
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26.4.2010
'find your golden note..' (Chet Baker) In the visuel world it all starts with this first line, isn't it? If the inner need is big enough this line carries it all....isn't it ? have a good day,
and be inspired !
Sigmund de Jong
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15.4.2010
Guten Morgen, lieber Herr Stocker,
Sie trägt (auf dem Papier) u. U. Tonnen, in jedem Fall aber die Vorstellung und Phantasie des Architekten/Künstlers.
Viele Grüße
Bernd Breyvogeln
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13.4.2010
Disziplin (im Gegensatz zum Strich).
Wolfgang Bachmann
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12.4.2010
Lieber Herr Stocker,
wenn weniger mehr ist dann trägt die Linie viel. Es kommt wie immer auf den eigenen Standpunkt an den wir zu einer Frage einnehmen. Lassen wir uns auf einen minimalen philiosophischen Diskurs zur Linie ein und beginnen bei Derrida und seinem Dekonstruktionsbgriff und lesen die Linie als eine Spur, etwas Zeichenhaftes. Dabei besteht nicht die Notwendigkeit der Zeichnung auf einem Untergrund, es kann auch die gezeichnete Linie durch eine Fingerbewegung in der Luft sein, sozusagen die minimalste Linie die etwas tragen kann und dann gleich wieder verschwindet und nur für den gegenwärtigen Betrachter etwas zurückgelassen hat, eine Ahnung von einem Bild im Kopf. Dieser Ahnung des Bildes das die Linie trägt ist dann soetwas wie die Konnotationen die wir dieser Ahnung hinzufügen. Insofern die Linie eine Menge tragen, sie kann im besten Fall das Abbild einer Idee, eines Konzeptes entstehen lassen und unter günstigen Voraussetzungen über die Darstellungsform des Papieres zu einem konkreten Raum werden. Sie kann aber auch auf dem Papier verweilen und durch Ihre vage Andeutung viele andere Ideen zulassen, wie in Ihrem bild und dann zu einem unendlichen Errger der Kommunikation werden.
Sie sehen, die minimale Frage kann unendlich werdene Anworten erzeugen, aber ich denke das war Ihnen bewußt als Sie die Frage stellten
Herzliche Grüße Robert Thomsen
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12.4.2010
...Jeder Strich, jede gezeichnete Linie trägt eine Wahrheit in sich.....
Sonja Oppitz
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10.4.2010
I think that when it comes to thinking about what is to draw a line, in the context of architecture, the act itself always is spoken about with too much poetry and mystique around it.
I’m not saying that poetry and mystique do not exist in it, I’m just saying that usually because the focus is that, it blinds you to think any further than that.
(And usually with poetry it's easier to have the felling that something is true - it’s easier for that to happen with poetry than with philosophy.)
Therefore, if I think about this month’s question poetically, yes, I would give a short poetic answer, like.... “the hand” or something like that. You’re not looking for that, and I’m glad you’re not! though thinking about it from a philosophical perspective is a hard one...
So just a few random thoughts about it:
The sketch or the line is one of the things that makes you think about architecture as art: because of the act of creating something using the hand like a painter.
To start with, to me, to think about if it's art or if it's not is not very interesting because I'm sure very good cases could be built in order to sustain one opinion or the other.
But I think it’s interesting to think about the question thinking about considering things that can affect/ change the architect's attitude, showing the dynamic of the architect's relation with the act of drawing a line:
1. how does the relation of the architech with the sketching evolves as the his/ her experience develops? (Does he/ she stops sketching, do the sketches start getting closer to actually what is built laten on, does he/ she draws several sketches that are conceived as improved versions of the previous, etc)
2: how is the sketch a reference? Does it have meaning/ a sense to the architect only as a source of inspiration and it says nothing no one else?
3. how is it different to sketch something that eventually can be built and to sketch something that the architect knows will never be built?
4. how is it different to an architect to sketch a building or to sketch... an animal (for example)?
5. how is it relevant that an architect is a good sketcher? Can a line be drawn in the architect's mind only? If so, how does he communicate it?
6. how is it different to do a sketch in an anonymous piece of paper or in the architect's own notebook?
7. how is the relation between the white sheet of paper and the architect ready to start sketching?
These are just a few questions that I think it can be interesting to clarify "what carries a line". And they are not poetic! - in the sense that the state no (immediate) truth!
Diana Soeiro
(Lisboa/ Portugal)
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10.4.2010
The intentionality of the maker of the mark.
Dana Martin Davis
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10.4.2010
umgekehrt: sie wird vom papier getragen... und zerteilt die gedachte unendlichkeit der flläche in menschlich fassbare teilräume.
beat mathys smarch-architects
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10.4.2010
Die gezeichnete Linie trägt viel Verantwortung.
--
Alexandra Staub, Ph.D.
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9.4.2010
: Reality
David Marold
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9.4.2010
Almost any surface apart from water
Will Alsop
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9.4.2010
![]()
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9.4.2010
(pp) . . . einen hauch von mies (van der rohe), der seine studenten das erste jahr striche üben ließ, damit striche striche geist und sinn trugen . . .
herzlich,
peter petz
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März 2010
Das iHouse
„Für eine Philosophie des informierten Heimes“:
Wird der Bauherr ein überforderter / bevormundeter „Spieler“ oder emanzipierter „Programmierer“ des eigenen Heimes?
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aktuell>projekte>cv>skizzen>profil>theorie>jazz>kontakt
Diese Frage ist Vilem Flusser gewidmet.
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9.3.2010
Lieber Herr Stocker,
eine wunderbare Frage, die den Geist wie den Frühling erwachen läßt. Ist es nicht eher so, das der Bauherr von Beginn an eher ein Spieler ist, denn er weiß ja gar nicht was ihn erwartet im Prozeß es Bauens. So betrachtet wird er meiner Meinung nach zum emanzipierten Spieler, im besten und positiven Sinne Mitspieler,der ein Programm vorgibt was schnell eine Vorgabe war die sich veränderten Prozeßen und Bedingungen anpassen muß. Ich meine hier nicht den Bauherren der aus verschiedenen Personen, Gesellschaften besteht, sondern den einzelnen Menschen, der selbst entscheidungsfähig ist.
Ein Bauherr passt sich an seine eigenen veränderten Sichtweisen an, insofern The Game is Open.
Grüße Robert Thomsen
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There's a - probably unintentional - play on words here, so my answer is: yes.
...
Wird der Bauherr ein überforderter / bevormundeter „Spieler“ oder emanzipierter „Programmierer“ des eigenen Heimes?
Has the client become an overtaxed / patronized "player" or a liberated "programmer" of his or her own home?
Eleganter wäre es im Englischen zu nennen, wer der Beformunder ist, aber da müsste ich dazudichten:
Has the client become an overtaxed "player" patronized by industrial whims, or a liberated "programmer" of his or her own home?
...
Kann man nicht einfach fragen:
Has the client been reduced to "playing" his or her own home...or is s/he being played?
Alexandra Staub
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2.3.2010
I am afraid in a lot a cases we talk about your first reality.
I guess there is a responsibity to teach 'them' in all sorts
of ways again and again..but also to take miss understandings very seriously. education is the answer..But offcourse this
starts with curiosity from both sides. Within my opion finding
new structures, to deal with what we name 'information',is one
of the biggest task lying in front of us..
"question of the month" is a very nice start! enjoy the day,
sigmund de jong
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2.3.2010
der hausbesitzer wird eine art technophiler wünschelrutengänger werden, um temperatur, feuchtigkeit, etcpp zu kontrollieren und optimieren.
mit spaß am ernst kann dies ein lebenslanges, freudiges lernen für die protagonisten ergeben. im urlaub gehts dann aber zur erholung ins zelt oder in die blockhütte.
Peter Petz
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2.3.2010
To play with low-tech + low-budget + down-to-earth + at hand technologies seems more interesting than to relly and depend on high-techno-specific technologies. The house and dweller can have a closer relation than a house and owner. As our houses are more than machines or empty spaces.
--
ines moreira
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2.3.2010
Hallo Florian,
die Idee, das Konzept des programmierbaren, computergestützen Hauses gibt es seit den 50iger Jahren. wenn ich recht erinnere begann es in Japan?!. In der massenhaften Verbreitung findet es erst Heute eingang in die alltägliche Architekturproduktion und dort eigentlich
in Hohem Masse in der Haustechnik. Dem KFZ gleich, bauen einige jetzt eben genau die Technik in Ihr Haus ein, die im KFZ schon seit längerem Normalzustand ist?! - Ob der Nutzer damit überfordert ist?! - Nun, wenn die Haustechnik und Haustechnische Steuerung gut ist, sollte der Comfort sagenhaft gesteigert werden koennen ohne das der Houseowner überfordert ist.
Vermutlich ist er in dem Moment überfordert, wo er sich versucht in das System einzuklinken, es zu verändern?! - In dem Fall wäre dann ein Grundwissen in Programmierung sicherlich nicht die schlechteste Beratung.
Zumindest sollten Heute doch gute bis sehr gute Softwarekenntnisse in Bezug auf die Haustechnik einem Hausmeister anheim stehen.
Aber mit der räumlichen Qualität, dem `i-space` oder `i-room` wie ich Ihn bezeichnen würde, hat die anspruchsvolle Haustechnik zunächsteinmal nichts zu tun.
Denn auch mit sehr gut GESTALTETEN Räumen sind Bauherren ja durchaus manchmal überfordert wie wir aus der Baugeschichte wissen?! - gute anspruchsvolle Raumqualitaet ist eben``raw like sushi``... und hat mit Haustechnik ja nur mittelbar zu tun.
Mit liebem Gruß, Jens
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Februar 2010
Museumsboom: Wie viel kuratiertes Museum kann Kunst tragen?
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Diese Frage ist meinem Lehrer Prof. Dr. Mark Jarzombek M.I.T. gewidmet.
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18.2.2010
Sehr geehrter Herr Stocker,
die Frage hat es in sich, weil sie doch eine gänzlich andere Frage impliziert: Wer trägt hier wen und warum? Kunst kan n viel kuratieres Museum tragen, doch will Kunst das überhaupt und braucht Kunst um Kunst zu sein ein Museum, oder braucht das Museum die Kunst um sich in seiner Existenz selbst zu legitimieren? Kunst kann ohne ein Museum existieren, denn Sie wird ja erst einmal nicht für das Museum gemacht. Wenn ja, ist dann der Künstler der moderne Staatsbeamte? Es kommen immer mehr Fragen als Antworten zum vorscheinen auf ihre Frage. Kunst trägt sicherlich das Museum, will Kunst das denn auch? Welche Aufgabe hat die Kunst und welche Aufgabe hat das Museum? Muß und kann, darf ein Museum heutzutage nicht nur ein temporäres sein ? Etwas in Form einer Galerie mit angestelltem Personal der Kunstvermittlung, ohne die Archivierung der Kunst?
Brauchen wir Museen so sehr weil die Gegenwart unerträglich geworden ist um die Gute alte Zeit zu konservieren? Immer mehr Menschen schauen sich Kunst an ohne für Kunst gebildet worden zu sein, wo bleibt die Kulturbildung.
Die Schwere der Kunst wird das Museum eines Tages erdrücken
Grüße Robert Thomsen
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17.2.2010 Mark Jarzombek
What I tried to raise in the article was that we must not see architecture as a disciplinary project in the service of higher cultural representation, but as an enterprise fractured by its own environmental compulsion. This compulsion, which had its origins in the late nineteenth century, came to find its most eloquent expression in the form of the modern museum where the goals of human comfort and art preservation are placed in a type of dialectic antagonism. Museums are all about bring people in. It is the source of its revenue. But art works require stable and usually dry environments so that the investment is protected. Condensation, I argue, is the material product of this dialectic, rendered purposefully invisible to the beholder and yet is the main ‘problem’ that the building tries to solve. Condensation is that which architecture both produces and represses. So, from that perspective, condensation, not the art work, is the true subject of the museum.
***
17.2.2010 Alexandra Staub auf Facebook:
Lieber Florian,
Kunst im Museum - aber das ist doch nur ein Teil davon, was wir unter Museum verstehen. Irgendein Container, der eine Sammlung in angemessener Weise zur Geltung bringen kann - da gibt es für mich folgende Extrembeispiele - Gehry's Bilbao Guggenheim, wo eine tolle Hülle fast verbirgt, das es innen drin kaum etwas zu sehen gibt, und das Tenement Museum in New York, wo die Hülle schon das erste Exponat ist. Irgendwann kommt bei mir die Frage nach der Angemessenheit der Mittel und ob manche Museen nicht besser für andere - vielleicht zusätzliche - Zwecke benutzt werden könnten.
***
12.2.2010
Lieber Herr Stocker,
als aktiver und passiver (= konsumierender) "Museumsmensch" würde ich sagen: Gut kuratierte Ausstellungen in guter Museumsarchitektur bringen Kunst erst richtig zur Geltung!
Viele Grüße
Ihr
Bernd Breyvogel
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10.2.2010 Wolfgang Bachmann auf Facebook:
Das Attribut “kuratiert” stört mich weniger, eher der immense Aufwand an Beleuchtung, Klimatisierung, Sicherheit, der inzwischen eine Laboratmosphäre für die Kunst herstellt. Museen, die mir sehr angenehm in Erinnerung geblieben sind, waren das Temporary Contemporary im LA, das P.S.1 in Queens und die Hallen für neue Kunst in Schaffhausen. Aber auch völlig vergessene alte Häuser wie die Schack-Galerie in München.
***
9.2.2010 Diana Soeiro wrote:
Dear Florian,
You have introduced the question in a good way saying that "iconoclastic times are definitely gone".
To understand why is there an urge to collect everything, almost furiously (resulting in a museum boom) we must first think what is contemporary art.
Well... contemporary art is a lot of things, and some even say that it does not exist (only modern art).
But for sure there are two things that characterize it (to me): 1) the large scale prevalence, 2) fragmentation of the body (of the piece or/ and of the individual)
(That's why architecture started playing such an important role in art and it had a very important interaction with the contemporary movement in art - big/ large scale and made of bit and pieces)
So I think that the collecting attitude comes from a sense of putting things together again, the pieces.
Which is really hard because it's like trying to make a senseless puzzle (with pieces of the same artist of from different artists) that actually takes up a lot of space!
I noticed that one thing that I think it distinguishes modern from contemporary art is confidence: the moderns just wanted to do things: anything!; , contemporary artists are always very unsure of what exactly they want to do and they think and think and think...
Also the role that new technologies play in contemporary art should be considered in the sense that they allow more people to make their own work available to a wider population.
(and that can make it up for the lack of confidence)
I think that before new technologies there were a lot of people doing things but they had a hard time showing that they were doing it. Or perhaps a lot of them were not even worried about showing what they did: they just wanted to do it. Now, you can put a web page online and... in a way, you can say you're visibly a contemporary artist. And then again, you'll never know who can come across your page...
So, there's more people doing it, in a large scale, with new technologies available, showing everything in bit and pieces (fragments).
No wonder it is time to collect! I think it's a very important thing to collect it because that means that we can finally start looking at it and think about it. In my opinion that also means that we are ready for something else. For a new approach on art. That maybe will be micro, that maybe will focous more on the whole.... I don't know. But the fact that there is a museum boom, to me, it means that contemporary art.... has started its decline.
Thank you for the interesting question,
Diana
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Januar 2010
Kann an eine Kontinuität der griechisch-römischen Baukultur in Abend- und Morgenland des Mittelmeeres angeknüpft werden?
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aktuell>projekte>cv>skizzen>profil>theorie>jazz>kontakt
Diese Frage ist meinem Lehrer Prof. Dr. Nasser Rabbat M.I.T. gewidmet, der mich in die Welt der islamischen Architektur einführte.
***
"Da es ohnehin nur gute oder schlechte Architektur gibt, sollte auch hier nicht mit dem üblichen blinden Rekurs auf "die Moderne" reagiert werden. Es kommt allerdings darauf an, nur die besten historischen Vorbilder auszuwählen, unverkitscht ins Heute zu transponieren und mit genug eigener Kreativität zu etwas Neuem und Zeitgemäßem zu machen. Warum die besten Teile der Architekturgeschichte den lachsfarbenbetonportikusverseuchten Bausünden aus dem Katalog überlassen? Wollen wir etwa behaupten, große Kreative wie Aldo Rossi hätten keine Relevanz gehabt? Oder war andererseits Rudolf Olgiati ein schlechter Architekt, weil er gerne runde Säulen einsetzte? Vielleicht kann es ja Mancher, der gegen jede Wiederaufnahme antiker Elemente wettert, nur nicht deren Qualität ertragen. Auch in der Architektur ist es einfacher, Altes wegzuschieben als sich intensiv damit zu befassen."
Mit herzlichen Grüßen
Thomas Drexel
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26.1.2010
baugeschichtevorlesungen über griechische und römische, aber auch ägyptische baukultur sind zumeist spannend, was den schluss nahelegt, dass allgemeingültiges formuliert wurde.
problematisch ist allerdings das alte vokabular in zeitgenössige bedingungen zu übersetzen. ich verweise auf einen aktuellen artikel von christian holl alles tektonik oder was? http://www.news-world-architects.com/de_10_04_onlinemagazin_gitterkiste_de.html
herzlich,
peter petz
***
25.1.2010
Dear Florian,
I find your email questions to be very nice tools of debate. The current question, modified, is at the heart of my scholarly interest, namely, is the classical heritage shared across the Mediterranean, and do we see in its manifestations distinct adaptations of a common heritage, before we even tackle the issue of design continuity?
This will be my answer.
Best wishes,
Nasser
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19.1.2009
peddles in www.archinect.com schrieb: pizza, pizza
(Anm. d. R.: als kleine Aufmunterung wird das Bild eingestellt)

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14.1.2009
actoolly, i even saw a gecko roamin in the acropolis area where i slipped and fell and almost broke my knees but didn't cry not even whimper because i thought pericles was well worth the pain in my knees, also in cyprus and around the levant, in the arabian peninsula....gecko be roamin' everywhere it pleases. i hope to roam like the gecko someday.
speaking of the levant...and this is for oe...lebanon and turkey have lifted visa requirements for each other. kudos to erdogan for making another sensible move. i will go see if they have a non-bureaucratically complicit veggie kebab. now we have the some other bits of the levant and northern africa....the two and a half sides of a rectangle then maybe one day, the other one and a half.......palestine, cyprus.... oe, this is a good move. or han-dy at least. hariri junior is proving to have some sense in him lately.
palestine and cyprus are in the first two and a half sides. i had a mid sentence jolt, as usual. thoughts so gnarled. also, Har Rire e
tammuz on www.archinect.com
***
12.1.2010
Lieber Herr Stocker,
ich denke und an dieser Stelle geht es wirklich um das Denken, müßte erst einmal definiert werden was eine Griechisch-römische Baukultur ist. Da die Griechisch-römische Baukultur nich ohne die dazugehörige Philosophie betrachtet werden kann, sollte man sich darüber zuerst im klaren sein.
Was bedeutet diese Auseinandersetzung mit der philosophischen und gedanklichen Kultur der Antike. Hier müssen wir uns die Ästhetik genau anschauen, von Pythagoras bis Aristoteles über Demokrit und Platon. Wenn wir diesen Ideen der Kultur folgen, uns diese für heute nutzbar machen und mal wirklich mit Ideen arbeiten, ann könnte es möglich sein an der Kultur anzuknüpfen.
Die Gefahr die besteht sehe ich eher darin, das in eklektizischer Art und Weise wieder VORDERGRÜNDIGE ACHITEKTUREN entworfen werden die nicht mehr sind als Faassadendesign wie beim Berliner Schloss. Es müßten dann Fragen gestellt werden, wieviel Gültigkeit für unsere Zeit noch der euklidische Raum hat und wie ihn umdefinieren oder weiterentwickeln.
Das wäre jetzt der Beginn einer Debatte, Diskussionsforum etc., die Folgen müßte......
Die Frage ist noch nicht ausgestanden....
Mit besten Grüßen für 2010
Robert Thomsen
***
11.1.2010
Lieber Herr Stocker,
über diese Frage freut sich natürlich der Kunsthistoriker! - Da wir ja ständig irgendwelche "Antike-Renaissancen" hatten (angefangen von der karolingischen Renaissance bis zum faschistischen "Klassizismus") und auch noch vor wenigen Jahrzehnten entsprechende Elemente in der "Postmoderne" zuhauf wiederfanden, kann ich nur sagen: Warum nicht jederzeit wieder?
Viele Grüße aus Weinstadt
Ihr Bernd Breyogel
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Dezember 2009
Wann verwandelt sich „il disegno*“ zum „rendering**“?
* il designo italienisch für Zeichnung, Skizze, Plan, Grundriss, Entwurf
** rendering englisch für Vortrag, Wiedergabe, Übersetzung
Antwort senden*English
aktuell>projekte>cv>skizzen>profil>theorie>jazz>kontakt
***
21.12.2009
Sehr geehrter Herr Stocker,
es freut mich, dass Ihnen - trotz vorheriger Skepsis - unsere Ausstellung "Faszination Architekturzeichnung" zugesagt hat. Besten Dank auch für die Zusendung der Unterlagen zu Ihren "Fragen des Monats", die ich übrigens seit einiger Zeit jeden Monat mit Interesse lese.
Nun bin ich in Fragen der Architekturgeschichte nicht so bewandert wie die Kuratoren unserer Ausstellung, Frau Dr. Grötz und Herr Prof. Dr. Klaus Jan Philipp, finde allerdings Architektur und der Architekturzeichnung ein höchst spannendes Feld und möchte Ihnen gerne eine Antwort geben: In unserer Terminologie zur Ausstellung bezeichnet "rendering" die am Computer generierten Bilder von Architektur. Den Begriff "disegno" haben wir für diese Ausstellung nicht verwendet, da er kunsttheoretisch recht komplex ist. Holzschnittartig zusammengefasst: "disegno" ist weit mehr als "Zeichnung", sondern bezeichnet das Sichtbarmachen einer künstlerischen Idee (d. h. auch eine am Computer generierte "Zeichnung" kann "disegno" sein).
...
Mit den besten Grüßen
Ingrid-Sibylle Hoffmann
***
15.12.2009
Anm. d. R.:
Auf dem Thread auf Architnect USA gab es eine unerwartete "Antwort". Es wurde eine Werbung geschaltet, die indische Visualisierungen bewirbt: " Tired of clumsy CAD Providers? Try TMG!"
***
14.12.2009
Sehr geehrter Herr Stocker,
ein Blick in Wikipedia sowie in den on-line Katalog des Zentralinstituts für Kunstgeschichte hätten Ihnen leicht helfen können. Hier einige Auszüge:
Disegno (ital.), von lat. designare (bezeichnen, zeichnen, im Umriss darstellen), bedeutet Zeichnung sowohl als künstlerische Idee, Entwurf, geistiges Konzept in einem religiösen Sinne.
Grundlegend dazu: Wolfgang Kemp, Disegno: Beiträge zur Geschichte des Begriffs zwischen 1547 und 1607, in: Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft, 19.1974, S. 219-240
Rendering is the process of generating an image from a model, by means of computer programs. The model is a description of three-dimensional objects in a strictly defined language or data structure. It would contain geometry, viewpoint, texture, lighting, and shading information. The image is a digital image or raster graphics image. The term may be by analogy with an "artist's rendering" of a scene. 'Rendering' is also used to describe the process of calculating effects in a video editing file to produce final video output.
Gegenüber dem disegno ist rendering also etwas schlicht auf das Herstellen von Bildern im Rechner Beschränktes. Disegno meint beides die künstlerische Idee sowie die zeichnerische Ausführung. Jedes rendering setzt ein disegno (im Sinne von künstlerischer Idee) voraus. Vom rendering, bei dem der Rechner bloßes Hilfsmittel ist, muss das computational design unterschieden werden, bei dem es holzschnittartig formuliert um die Generation von Formen im Computer geht ( siehe: Achim Menges und M. Hensel (eds.), Form Follows Performance: Zur Wechselwirkung von Material, Struktur, Umwelt, ArchPlus No. 188, ArchPlus Verlag, Aachen. 2008.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Jan Philipp und Susanne Grötz
***
10.12.2009
Antwort:
"Il designo" ist fachmännischerer und unanschaulicherer, für Architekten geradezu einfacherer, für Laien hingegen nicht oder kaum verständlich. "Il disegno" ist keine reine Architektenangelegenheit mehr. "Il disegno" wird zum rendering wenn es keine reine Architektenangelegenheit mehr ist (und der Architekturvermittlung dient).
Mit freundlichen Grüssen,
Lorena Valdivia
***
9.12.2009
Lieber Herr Stocker,
mit der Frage haben Sie sich selbstübertroffen und ein Faß ohne Boden geöffnet, in meiner Interpretation. Eine Zeichnung läßt sich nicht in eine Zeichnung, eine Zeichnung, eine Zeichnung übersetzen. Zeichnung ist Zeichnung eine mögliche interpretative Übersetzung wäre ein Gebäude, doch ein Rendering ist eine Übersetzung, in was? Eine Wiedergabevon was? Ein Rendering ist eine bildnerische Ausformulierung einer fiktiven, gedachten Architektur. Aber ist Sie das wirklich als fertige Wiedergabe? Ihr fehlt etwas als Darstellung, Materialität. Die Strukur eines Striches in der Zeichnung kann vielmehr Informationen über die materiallität liefern als ein Rendering, denn das ist hermetisch und Hermeneutisch abgeschlossen.
Eine Zeichnung liefert die Idee von etwas, das Rendering gibt es wieder. Ein Rendering stellt eine Architektur dar die niemals so sein wird wie sie dargestellt wird, ein Rendering ist im moralischen Sinne die Lüge die den Kunden kauft ,mit etwas was er niemals so bekommt, weil Material physisch ist. Die Skizze, Zeichnung liefert nur eine nicht näher definierte Idee von Raum, von der ich nicht enttäuscht sein kann weil ich sie mit so unendlich viel Eigeninterpretationen füllen kann.
Gruß Robert Thomsen
***
schwarz| 09.12.2009 23:46 Uhr
weiss
ich finde sehr gut diese "täuschungen" einzuschränken, also wettbewerbsleitungen zu "downgraden".
aber was ist das ziel ?
vielleicht damit auch dann entsprechend die planer reinzubringen, die für solche darstellungen stehen ?
jeder weiss das eine "vereinfarchte schwarz-weiss-skizze" dreimal so aufwändig ist wie eine farb-show
Antwort auf thread im Baunetz:
(Siehe Thread Baunetz Anm.d.R.) Leider eine Anonymer Beitrag aus dem Thread im Baunetz auf die veröffentlichte Frage mit folgendem Zusatz:
Florian Stocker| 07.12.2009 17:43 Uhr
„il disegno“ vs „rendering“
Die Wettbewerbskultur lebt verstärkt von Rendering. Das Bischöfliche Ordinariat der Diözese Rottenburg Stuttgart untersagt bei Wettbewerben Renderings und fordert Schwarz Weiß Darstellung bei Plänen und handgezeichnete Perspektiven.
8.12.2009
***
Hallo Herr Stocker,
die Frage lässt sich mit einem Wort beantworten:
Nie!
oder mit Beuys antworten:
"Ich denke sowieso mit dem Knie."
Sonnige Grüße
Thomas Kölschbach
***
8.12.2009